Am 22.06.2012 haben die Ständige Konferenz der Kultusminister der Länder in der Bundesrepublik Deutschland (KMK) und das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gemeinsam mit dem Deutschen Institut für Internationale Pädagogische Forschung (DIPF) den Bericht «Bildung in Deutschland 2012» vorgestellt. Der vierte Bildungsbericht zeigt die Gesamtentwicklung des deutschen Bildungssystems und widmet sich in seinem Schwerpunktkapitel dem Thema «Kulturelle/musisch-ästhetische Bildung im Lebenslauf».

 

Insgesamt ist das Bildungsniveau weiter angestiegen. Die Zahl der Abiturienten nimmt zu, die Zahl der Schulabbrecher geht zurück. Dazu beigetragen haben Schulreformen, die die Flexibilität und Durchlässigkeit des Schulsystems im Hinblick auf höhere Schulabschlüsse verbessert haben. Im Bildungsbereich wurden außerdem große Anstrengungen unternommen, um die Benachteiligungen von Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund zu beheben.

 

Im Bereich der Berufsausbildung konnten die Ausbildungsplatzengpässe des letzten Jahrzehnts zumindest reduziert werden. Damit besteht nun der Raum für die notwendige Debatte über Qualitätsverbesserungen in der beruflichen Ausbildung.

 

Sorgen bereitet des Verfassern des Bildungsberichts die Weiterbildungsbeteiligung. Im Unterschied zur erkennbaren Dynamik und Flexibilisierung im Elementarbereich, in Schulen und Hochschulen gegenüber dem demografischen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Wandel stagniert die Weiterbildungsbeteiligung der Bevölkerung. Vor allem Personen mit niedrigem allgemeinbildenden Abschluss und mit Migrationshintergrund nehmen selten an einer Weiterbildung teil.

 

Weitere Informationen unter: http://www.bildungsbericht.de